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Tränendes Herz

DU auch…?

Vermutlich sind wir doch alle ein bischen bluna…wenn ich mal zurück blicke, gibt es da 3 Beziehungen (manche mit und manche ohne Trauschein), die mich bewegt haben und doch tatsächlich nur eine, bei deren Trennung ich körperlich wie seelisch Schmerzen empfunden habe und ich gebe zu, es ist als ob ein Teil von mir abgeschnitten wurde. Ich habe nun den Unterschied gespürt…den Unterschied des Sicherheitsverlustes und der Zürückweisung von Liebe. Letzteres tut ungleich mehr weh-noch immer.

Zurückzubleiben ohne Anlaß ohne Streit fühlt sich an, als ob der Partner plötzlich verstirbt. Vielleicht ist deshalb der Schmerz so mächtig.

Muß man DAS wirklich haben?

Nun gehöre ich ja zu den Frauen, die reflektieren, denken, nachsinnen, nachspüren und den Schmerz zulassen, ja-ihn öffentlich machen.

Mein Liebster war da eher die „wenn ich es nicht sehe, isses nicht da, und dann muß ich mich nicht kümmern“-Fraktion. Es gab Zeiten, da hab ich ihn dafür bewundert.

Heute weiß ich, dass meine Art damit umzugehen der Weg in die Freiheit ist. Nur ein bewußtes Durchleben verschafft mir die Möglichkeit zu fühlen und daran zu wachsen, immer mehr zu mir selbst zu kommen, wo ich mich verloren habe. So ist diese ungewollte Trennung im Prinzip der Fingerzeit darauf, wo ich in der gemeinsamen Zeit nicht mehr ich selbst war sondern auf der Jagd nach Liebe und Anerkennung im Außen.

Mit dieser Jagd und der damit verbundenen Entfernung von mir selbst, bin ich dann auch nicht mehr die gewesen, in die mein Herzensmann sich verliebt hat, ja, deren Stärke und Unabhängigkeit er gebraucht hat. Er wendet sich also ab…ihm fehlt die Kraft und der Mut in die gegenseitige Verantwortung zu gehen. Und was mach ich aufopferungsvolles Weibchen? Ich jage ihm hinter her. Immer bereit zu helfen…und verliere mich noch mehr…diese Jagd entkräftet körperlich und seelisch, bringt Veränderungen mit sich, die so nicht gewollt waren, aber auch in diesem Stadium nicht mehr zu erkennen sind. Ein Teufelskreis.

Die Trennung folgt, ich fühl mich ausgenutzt, muß aber einsehen, dass ich genau DAS immer wieder angeboten hab: Lade Deinen Müll bei mir ab, ich entsorge ihn dann schon für Dich.

Faaaaaaaaaaaaalsch. Ich habe meinem Herzensmann damit die Chance für eigene Entwicklung genommen, Selbstverantwortung und selbst Verantwortung zu übernehmen und habe ihn nicht bei der Lösung seiner Probleme unterstützt sondern ihn tiefer ins Verdrängen, ins Nicht-Hinsehen geschubst…

Maria, hilf…

Ich habe Kinder. So lang ich denken kann habe ich versucht, nach Maria Montessoris Satz „hilf mir, es selbst zu tun“ mit ihnen zu leben und zu lieben.

Heute bin ich davon überzeugt, dass dieser eine Satz genauso für jede andere Beziehung hilfreich ist.

Es geht nicht um Egospiele, sich durch Hilfsbereitschaft zu profilieren oder zu zeigen, dass man den anderen eben NICHT braucht und alles allein kann.

Es geht darum auszuhalten, wenn es dem Gegenüber nicht gelingt in jeder Lebenslage Herr der Gezeiten zu sein und nicht gleich los springt, um die Steine aus dem Weg zu räumen. Mein Gegenüber braucht seine Steine, um daraus sein Persönlichkeitshaus zu bauen.

Helfersyndrom oder doch Verantwortung?

Für mich geht es darum, Verantwortung zu übernehmen- auch als Partner. Wissend, alles was ich tue und nicht tue hat eine Wirkung auf mich und auf die Partnerschaft und in diesem Bewußtsein meinen Weg zu gehen, Fehler zu machen und zu wissen, wenns ganz doof läuft, dann ist da jemand auf den ich bauen kann, der mir Inspiration und Stütze ist.

Gerade Frauen wird milde lächelnd das Helfersyndrom als chronische ja psychische Krankheit ausgelegt.

Helfen ist nicht verkehrt…aber jemandem die Hilfe ungefragt um die Ohren hauen kann nicht der richtige Weg sein-für niemanden. So fühlt sich der eine immer groß der andere immer klein und die Beziehungswaage ist aus dem Gleichgewicht und der Blick auf den Partner verändert sich.

Beim nächsten Mann wird alles anders?

Na, wie oft hast DU das auch schon gesagt…und doch fallen wir gern in die gleichen Fehler. Ist doch das ewig weibliche, die übergroße Empathie und die in jeder Frau schlummernde bemutternde tröstende Kraft, die alles wieder heil sein lassen möchte.

Was kann also helfen? – Partner für alle Lebenslagen und -fragen…

BEVOR Du anfängst seins zu deinem zu machen überprüfe, ob er dich wirklich um Rat oder Hilfe gefragt hat.

Hat er nicht und Du kannst nicht aushalten, was es mit Eurer Beziehung macht?

Okay, setz ein Signal. Sag in nicht mehr als 3 kurzen Sätzen was Dich bedrückt, zieh Deine Grenze und bring am Ende keine Super-Lösung sondern nur die Ansage, dass Du da bist, falls er Hilfe von Dir möchte und alles andere besprich bitte mit Deinen Freundinnen. Belagere ihn nicht sondern suche Dir Dinge, die Dir allein Freude machen.

Du darfst ihn ja lieben, aber Du mußt nicht sein emotionaler siamesischer Zwilling sein-übrigens ist auch anonsten wichtig, zwar ein Wir-Gefühl zu pflegen aber eben auch das Ich-Gefühl für Dich zu stärken.

Plattitüden findest Du?

Vielleicht. Aber für mich sind das wichtige Schritte in MEINE Eigenverantwortung zu gehen und den Mut zu haben zu lieben- IHN genauso wie MICH.

Nein, dass klappt nicht so gleich mal eben…über Generationen von Frauen und deren Wirken kann man sich ja nicht mal schnell hinweg setzen…es ist ein Prozeß. Wenn Du so willst eine Geburt….und so eine Geburt tut weh und oft hat frau das Gefühl sie dauert ewig…aber der Weg ist das Ziel und jeder noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt.  Und der sollte in jedem Fall Dein Schritt in Dein unabhängiges Wohlgefühl sein.

 

Sei doch heut mal DEIN bester Partner und sorge mit einer Sache dafür, dass es DIR heute, JETZT, gut geht.

Ich tu es auch :-) und helfe Dir auch gern dabei…

 

SO bin ich.

SO bleib ich.

Alle Zeit. SAM

 

PS Meine spirituell und kreativ Kollegin Sybille Johann hat sich ähnliche Gedachten gemacht:

http://letlifebeamazing.com/na-noch-immer-ohne-seelenpartner/

 

 

 

 

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